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Semi-Anilinleder bzw. Leicht pigmentierte Leder
Herstellung
Weisen die Häute mehr Naturmerkmale auf, als für die Herstellung von Rein-Anilinledern erlaubt ist, wird nach der Faßfärbung eine leichte schönende Farbschicht aufgebracht. Die Naturmerkmale sind dann zwar noch teilweise sichtbar, aber doch etwas egalisiert. Manche Leder werden zusätzlich geprägt oder gebügelt, um ihnen ein natürliches und lebendiges Aussehen zu verleihen. Dieses Leder erhält nach der Färbung eine Schutzschicht, um Schmutz abweisen zu können.
Eigenschaften
| Die leichte Deckschicht macht das Leder unempfindlicher, erhält aber den angenehmen Griff. Trotz Farbdeckschicht immer noch weich und griffig, stellt das leicht pigmentierte Leder die Mittelklasse der Möbelleder dar. Auch die Poren der Haut sind noch größtenteils zu erkennen, daher sind auch hier, ähnlich wie beim Rein-Anilin, Atmungsaktivität und Temperaturausgleich möglich. |
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Pflege
Die leichte Farbdeckschicht macht dieses Leder zwar weniger aufnahmebereit als das Rein-Anilin-Leder für den Schmutz des täglichen Gebrauchs, dennoch ergeben sich durch die Nähe zum Rein-Anilinleder ebenso gewisse Anforderungen an die Pflege. Schmutz aller Art, v.a. auch Körper- oder Haarfett, setzt sich mit der Zeit auf dem Leder fest (besonders Körperfett ist nicht sofort als Verschmutzer auszumachen !). Und häufig tragen trockene Luft und Sonne dazu bei, das Leder vorschnell austrocknen oder gar ausbleichen zu lassen.
Deshalb ist konsequente Pflege sehr wichtig: Das Leder regelmäßig feucht abwischen (nicht nass). Mindestens 1/4-jährlich mit dem Keragil Sanftreiniger von LCK das Leder komplett reinigen. Danach mit der Keragil Pflegecreme eincremen, dadurch wird das Leder nachimprägniert und rückgefettet (für lichtempfindliche Leder: Keralux Pflegecreme mit
zusätzlichem Lichtschutzfaktor).
Bei akuten Verschmutzungen: siehe Gebrauchsanleitung im Pflegeset!
Teil 4 weiterlesen: Pigmentierte Leder bzw. gedeckte Leder
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